Demokratie lernen und leben – Sozialtraining und Mobbingprävention
Das Sozialtraining ist Teil des Präventionsprogramms Konflikt-KULTUR. Ziel ist eine professionelle Beziehungsgestaltung als Grundbedingung für psychosoziale Gesundheit und Lernerfolg. Im Sozialtraining geht es um Demokratiepädagogik und darum, wie alltägliche Konflikte zwischen Kindern und Jugendlichen in Schulklassen oder festen Gruppen genutzt werden können, um soziales Lernen anzuregen sowie personale und kommunikative Kompetenzen zu stärken.
Die Klassen erfahren in dem Training:
✓ ehrlich zu sein, die eigene Meinung offen zu äußern (Zivilcourage) und die Meinungen anderer zu respektieren,
✓ Grund- und Menschenrechte zu erarbeiten und sich gewaltfrei zu wehren,
✓ Bedürfnisaufschub und Frustrationstoleranz zu trainieren,
✓ prosoziales Verhalten anzuerkennen und störendes Verhalten von Mitschülern oder Gruppenteilnehmern offen und konstruktiv zu kritisieren und
✓ Verantwortung für ein gutes Klassenklima zu übernehmen.
Das Sozialtraining hat positive Auswirkungen auf das soziale Klima und verhindert Mobbingprozesse. Der respektvolle Umgang miteinander, die gegenseitige Wertschätzung und der Zusammenhalt werden gestärkt. Die positiven Beziehungserfahrungen wirken sich auch auf die Lernmotivation aus und führen zu einem verbesserten Arbeits- und Lernklima.
Verbindliches Sozialcurriculum – feste Bausteine für alle Klassen
Damit das soziale Lernen nachhaltig gelingt, ist das Sozialtraining in ein einheitliches Sozialcurriculum eingebettet. Dieses beinhaltet verbindliche Bausteine, die in allen Klassen umgesetzt werden. So entsteht ein gemeinsames System, das den Kindern und Jugendlichen Orientierung gibt und den pädagogischen Alltag erleichtert.
Das bedeutet konkret:
- Alle Klassen arbeiten nach einem klar strukturierten, einheitlichen System.
- Wiederkehrende Methoden und feste Trainingsbausteine schaffen Sicherheit und Transparenz für die Kinder.
- Soziale Kompetenzen werden stufenweise aufgebaut und kontinuierlich gefestigt.
- Die Zusammenarbeit im Kollegium wird erleichtert, da alle Fachkräfte mit denselben Inhalten und Strukturen arbeiten.
- Die Schülerinnen und Schüler erleben eine kohärente Linie, die soziale Entwicklung stärkt und Mobbingprävention fest im Schulalltag verankert.
Durch diese verbindliche Struktur erhalten Kinder und Jugendliche einen klaren Rahmen, der ihnen hilft, Konflikte konstruktiv zu lösen, Verantwortung zu übernehmen und Demokratie im Alltag zu leben.
